Selva 630 Emotion
115 XV Selva (yamaha)
Selva hat sich entschieden, sein Sortiment an Schlauchbooten mit etwas ausgefeilteren Einheiten aus der Werft Marlin zu ergänzen. Beim 630 erweist sich die Kombination mit der XSR-Version des 115 PS Selva als eine ausgezeichnete Wahl.
Emotion Line ist die neue Serie, die von Selva Marine geschaffen wurde, um in das Segment der hochwertigen Schlauchboote einzudringen. Dafür hat der italienische Motorenhersteller einen weiteren renommierten italienischen Hersteller ausgewählt, der für seine eleganten und gut ausgestatteten Luftbodenboote bekannt ist: Marlin Boat. Dieser ist auch bereits seit mehreren Jahren auf dem französischen Markt vertreten. Die bisher drei angebotenen Modelle, wobei die Emotion Line 630 in unserem Test fast zwischen 540 und 790 liegt, stammen aus der Dynamic-Serie von Marlin, die bei ihm die Einstiegsreihe darstellt. Was die Preise betrifft, bewegt sich das Paket, das Selva zusammen mit dem 115 XSR anbietet, in einem vernünftigen Rahmen, auch im Hinblick auf die dieser aufgemotzten Version des Yamaha-Motors. Das Boot ist außerdem mit einer zufriedenstellenden Standardausstattung versehen, darunter eine hydraulische Lenkung, ein riesiges Sonnendeck vorne (Länge 210 cm) und vor allem zwei sehr lange Badeplattformen, die den Motor umrahmen. Um den Verkehrsfluss nicht zu behindern, ist die Badeleiter sorgfältig in eine konturierte Halterung integriert. Obwohl die beiden Linien Sport Line und Evolution Line, die bereits von Selva verkauft werden, eine sehr zufriedenstellende Fertigungsqualität aufweisen, ist bei bestimmten Details, wie dem Gelcoat im Inneren der Staufächer, dem Halt der Motorhaube mittels Kolben oder dem Vorhandensein eines Handschuhfachs im Steuerstand, offensichtlich, dass die Emotion Line eine leicht höhere Leistung bietet. Mit 27 Jahren Erfahrung hat der italienische Hersteller nicht nur beim Design, sondern auch bei der Vielzahl der Staufächer nicht gespart. Das größte Fach befindet sich natürlich unter der Rückbank, wo außerdem, aus technischer Sicht, die Batterie, der Benzinfilter und die zwei Abläufe des Cockpits, die durch Kunststoffventile gesichert sind, untergebracht sind. Die massiven Verstärkungen deuten auf die Widerstandsfähigkeit des Rumpfes hin, der problemlos die maximale Leistung von 150 PS aufnehmen kann. Um die Durchfahrt zu den Badeplattformen zu erleichtern, hat Marlin eine Rückenlehne entwickelt, die sich leicht nach hinten kippen lässt, was jedoch natürlich keinen Ersatz für eine praktische seitliche Durchfahrt bietet. Das Polster ist sehr ansprechend gestaltet und ist auf der Polyesterstruktur mit Druckknöpfen befestigt. Während unseres Tests, selbst bei Gegenwind, löste sich kein Kissen. Das Prinzip der kippbaren Rückenlehne wurde auch bei der Pilotbanksitzbank übernommen, um bequem sitzend oder stehend zu fahren. Die Konsole und die Windschutzscheibe könnten jedoch etwas höher sein, um vor Wind besser zu schützen. Als wir unser Testboot in alle Richtungen forderten, bekamen wir keinen einzigen Spritzwasserstoß ab. Dank der vom Kooperationspartner patentierten Ruderform hat der Konstrukteur des Rumpfes die Rippen so angeordnet, dass sowohl die Leistung als auch der Durchzug des Marlin auf den gewellten Meeren optimiert werden. Die Stärke dieses Bootes liegt zweifellos in seinem natürlichen Gleichgewicht und seiner Leichtigkeit, die Wellen zu durchschneiden, auch wenn sie manchmal unordentlich sind. Der 115 PS XSR, voller Power, zeigt ein sportliches Temperament und steigt sehr schnell in die Drehzahl. Seine Grenzen scheinen kaum erreichbar, und bei fast 6200 U/min schiebt er diesen Rumpf auf 38 Knoten, ohne Anzeichen von Mühe zu zeigen. Die Änderungen in der Kartografie, die vom technischen Team von Selva Marine vorgenommen wurden, scheinen besonders effektiv, wobei die lange Erfahrung im Wettbewerb sicherlich nicht ohne Einfluss auf diese Ergebnisse ist.
Auch bei der Steuerung besteht keine Problem, sie ist weich, präzise und sehr effizient, selbst wenn man das Boot an seine Grenzen treibt. In engen Kurven haben wir keinen Anflug von Gleitwinkeln festgestellt, wobei die stark ausgeprägte V-Form des Rumpfes eine ausgeprägte Innenschlägeleiste aufweist, die jedoch gut kontrollierbar bleibt. Im Stillstand, mit drei Personen an Bord, Wasser- und Kraftstofffüllung inklusive, berührt das hintere Teil der Schwimmer das Wasser, was die Stabilität beim Anlegen gewährleistet.
Obwohl die Ausstattung dieses Schlauchbootes ziemlich klassisch ist, sind seine Segeleigenschaften eher spektakulär. Der Hersteller scheint den perfekten Kompromiss zwischen einem leistungsfähigen und komfortablen Rumpf gefunden zu haben. Dank dieses fantastischen Rumpfes kann die aufgemotzte Version des Selva 115 PS XSR all ihr Können entfalten.